D as antike Merw ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Zentralasiens und UNESCO-Weltkulturerbe. Auf einer riesigen Fläche (über 1000 Hektar) befinden sich die Ruinen mehrerer antiker Städte aus verschiedenen Epochen, die einst wichtige Knotenpunkte an der Seidenstraße waren.
Was es im antiken Merw zu sehen gibt
Merw besteht aus mehreren Siedlungen, von denen jede einer anderen historischen Periode zuzuordnen ist:
- Mausoleum von Sultan Sadschar (12. Jahrhundert): Das Wahrzeichen von Merw. Es ist ein grandioses Bauwerk mit einer Doppelkuppel, das seinerzeit durch seine architektonischen Lösungen beeindruckte und das Zentrum des spirituellen Lebens der Stadt bildete.
- Große und Kleine Kyz-Kala (6.–7. Jh.): Einzigartige „Mädchenfestungen“ mit gewellten Lehmwänden. Sie sind in der Weltarchitektur einzigartig und ein großartiger Ort für atmosphärische Fotos.
- Erk-Kala (6. Jahrhundert v. Chr.): Der älteste Teil von Merw. Von den hohen Erdwällen dieser Festung aus hat man einen Panoramablick auf die gesamte Oase.
- Gyaur-Kala (3. Jahrhundert v. Chr.): Die zweitälteste Festung, in deren Inneren sich die Ruinen der Beni-Makhan-Moschee („Freitagsmoschee“) und Überreste antiker Gebäude befinden.
- Mausoleum von Muhammad ibn Zayd (12. Jahrhundert): Ein berühmter Sufi-Schrein, bekannt für die arabische Kalligrafie an seinen Wänden.
- Aschhab-Mausoleumskomplex (9.–12. Jh.): Ein Pilgerort, an dem der Überlieferung nach Gefährten des Propheten Muhammad begraben liegen.
Tipps für Ihren Besuch
- Anreise: Am bequemsten ist es, von Aschgabat nach Mary zu fliegen (ca. 40 Minuten). Der archäologische Park liegt etwa 40 km von Mary entfernt. Es empfiehlt sich, einen Transfer zu buchen oder einen Ausflug von der Stadt aus zu unternehmen.
- Reiseführer: Angesichts der riesigen Ausmaße des Geländes ist es dringend ratsam, die Dienste eines professionellen Reiseführers in Anspruch zu nehmen. Auf eigene Faust wird es schwierig sein, nicht nur alle Objekte zu finden, sondern auch ihre historische Bedeutung zu verstehen. Wir erinnern daran, dass ausländische Touristen für Reisen durch das Land eine Reisebegleitung benötigen.
- Beste Besuchszeit: Planen Sie Ihren Besuch für den frühen Morgen oder die Zeit vor Sonnenuntergang („Goldene Stunde“). Dies hilft, der starken Mittagshitze zu entgehen und tolle Fotos bei weichem Licht zu machen.
- Ausrüstung: Bringen Sie bequemes, geschlossenes Schuhwerk für das Gehen auf Sand und zwischen Dornen, Sonnenschutzmittel, eine Kopfbedeckung und ausreichend Trinkwasser mit (auf dem Parkgelände gibt es keine Geschäfte).
Was es sonst noch in Mary zu sehen gibt
Nach der Rückkehr in die moderne Stadt Mary lohnt sich ein Besuch des Historischen Museums, das eine große Sammlung archäologischer Funde aus den Ausgrabungen in Merw beherbergt. Außerdem können Sie in der Stadt den lokalen Basar und eine der ältesten orthodoxen Kirchen Turkmenistans besuchen.